Die Metapher der Begegnung - Erfahrungsbericht erstes Jahr

Zwanzig einander unbekannte Menschen treffen sich im Seminarhaus Satyam Sadhana bei Lindau am Bodensee. Gemeinsam wollen sie sich auf einen spirituellen Weg machen. Sie sind verbunden durch einen inneren Ruf, eine Sehnsucht, ein Suchen, dabei könnten ihre Erfahrungen und Erwartungen, ihr Alter, ihre Herkunft und Profession unterschiedlicher kaum sein.
In einem großen Kreis sitzen wir zusammen, ich bin eine der Suchenden, es ist ein Freitagabend im April 2007, der Beginn des ersten von fünf gemeinsamen Wochenenden in diesem Jahr. Zum ersten Mal geht der Redestab von Hand zu Hand, er wird es noch viele Male tun. Jeder kommt zu Wort, teilt seine Gedanken mit der Gruppe, gespannt und erwartungsvoll. Ich fühle mich unsicher, voller Skepsis: So eine große Gruppe, so verschiedene Menschen, so viele Worte, so wenig Zeit. Nie hätte ich geglaubt, dass ich sechs Monate später, am Ende des ersten Lerngruppenjahres laut und kraftvoll mein Seelenlied mit der Gruppe teilen würde, in einer Atmosphäre lichtvoller Energie und vollsten Vertrauens, mitten im Moment, befreit von jedem Zweifel und nagender Ratio.

Was ist in der Zwischenzeit geschehen?
Die Lerngruppe ist aneinander miteinander gewachsen und jeder Einzelne mit ihr. Wir haben Mühe, Enttäuschung, Tränen der Freude und des Schmerzes miteinander geteilt. Viele alte Wunden wollten heilen.
Sonia Emilia führte uns dabei als Lehrerin auf unserem Weg, hielt die Balance der Gesamtgruppe aufrecht und blieb gleichzeitig in einem engen individuellen Kontakt. Mit liebevoller Aufmerksamkeit, Geduld und Wärme war sie anwesend und schuf einen Raum, der Wachstum und Heilung möglich werden ließ. Sie lehrte uns einen tiefen Respekt vor der geistigen Welt, einer freundlichen und hellen Welt. Sie hat uns gelehrt, dass der schamanische Weg ein unermessliches Geschenk ist, das uns viel an Disziplin, Ernsthaftigkeit und Vertrauen abverlangt. Und natürlich begegnen wir Schwierigkeiten, Zweifeln, Rationalisierungen und bequemen Vorwänden. Aber wir müssen und dürfen diesen Weg als menschliche Wesen gehen, begleitet von unserem eigenen Schatten. Was für eine befreiende Haltung!
Sie impliziert etwas, eine Lehre, die für mich von ungeheuerlicher Wichtigkeit war und sein wird: Verantwortung für mich selbst und mein Leben zu übernehmen und zu tragen. Für mich einzustehen, für meine Vergangenheit und meine Zukunft, meine Trauer und meine Freuden. Denn dann kann ich auf das Lied meiner Seele hören, mich meinen Träumen näheren, mich offen machen.
Und aus diesem Verständnis heraus konnte aus zwanzig Individuen eine spirituelle Familie werden, eine Familie der gegenseitigen Akzeptanz und Achtsamkeit, die Jedem Raum für seine Entfaltung gibt, trägt und schützt, weil Jeder Handelnder und Gestalter seines eigenen Lebens ist.
So ist die Lerngruppe schließlich eine Metapher für die Begegnung mit der geistigen Welt und mit uns selbst. Wir müssen uns nicht verbiegen, verstecken und verzweifeln. Der spirituelle Weg führt nicht über uns hinaus, sondern durch uns hindurch und zum anderen hin. Wir lernen uns und unser Gegenüber lieben, indem wir uns in unserer Menschlichkeit begegnen, ohne gleich zu verurteilen und zu werten, in Dankbarkeit und Respekt.
All das wurde für mich, die ich so oft in meinen Verstand verstrickt bin, im letzten Jahr erfahrbar. Jenseits von Theorie und Wissenschaft konnte ich mit dem Herzen lernen und entdecken. Je mehr innerer Reichtum sich mir auftut, desto reicher wird auch mein Alltag und der Kontakt zu meinen Mitmenschen. Und dann entsteht aus Wachstum Veränderung, die wieder Wachstum mit sich bringt.
Danke dafür, liebe Lerngruppen-Familie und Dir, liebe Sonia. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch.

 

 

 

Meine persönlichen Erfahrungen
in den 3 Jahren der Lerngruppe:


So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich ist für jeden einzelnen die Motivation und der Ruf, sich mit Schamanismus zu beschäftigen. Die, in den 3 Jahren der Lerngruppe gemachte Erfahrungen und die liebevolle Begleitung meiner Lehrerin Sonja führte mich zu mir selbst zurück, zu meinen Wurzeln und meiner innewohnenden heilenden Kraft. Sie wurden meine "Healing Medicine"!

Ich steh am Anfang eines Weges,
seh nicht sein Ende, nicht sein Ziel.

Ich sehe Kurven, sehe Schranken
Und Hindernisse gibt es viel
Die Einen sagen: du musst es wagen
Die Anderen: das wird dir zuviel
Doch was sie mir auch immer sagen
Ich gehe fort in Richtung Ziel
Ich wird es einfach mal versuchen
Auch wenn man mich nicht gleich versteht
Hab ich dann einen Berg erklommen
Seh ich vor mir das weite Land
Ich spür, ein Teil ist schon gewonnen
Und dank für jede Freudenshand
Denn die mit mir gemeinsam gingen
Gaben mir oft neuen Mut
Und wenn ich ihnen helfen konnte
So tat das auch mir selber gut
Ich wird es einfach mal versuchen,
auch wenn man mich nicht gleich versteht

Macht – Freiheit, meiner mächtig sein, über meine Gefühle, meine Zeit, mein Leben, meine Träume und dafür Verantwortung zu übernehmen

Liebe – Harmonie, ja zu sagen – aus Liebe zu mir selbst, Anderen und dem Leben gegenüber, d. h. Toleranz zu üben, Fehler und Schwächen eingestehen, geduldig zu sein

Glück – Frieden, ja – ich habe so gewählt, meinen Beruf, meine Partnerschaft, meinen Weg
d. h. die Weisheit der richtigen Entscheidungen ist mein Reichtum, mein Glück, meine Heilung

  • einzig allein mein Wohlbefinden ist das Parameter für meine Entscheidungen
  • die Dinge sind soviel wert, wie ich ihnen Wertigkeit gebe
  • Veränderungen im außen, folgen einem Verändern in sich
  • Ich kann niemand anderen ändern außer mich selbst bzw. meine Sichtweise, meine Denkmuster, meine Verhaltensweisen, meine Einstellung
  • Niemals sind andere an meinen Situationen schuld, ich selbst trage die Verantwortung
  • Auf meinem Lebens- Weg sind es auch die schmerzhaften und manchmal schweren Herausforderungen, welche mich lehren und zu mir gehören
  • Dass es immer wieder gilt, alte Denkmuster, Verhaltensweisen und Erfahrungen loszulassen
  • Dass ich jederzeit "Stopp" sagen kann, auch auf die Gefahr hin nicht mehr geliebt zu sein
  • Dass die Zeit für mich arbeitet, dass ich jeden Tag aufs Neue das zurücklassen kann, was mich belastet
  • Dass ich jeden Tag neue und freie Entscheidungen treffen kann, jeden Tag aufs neue wachsen und verstehen und lernen kann
  • Dass das Wertvollste im Leben, das Leben selbst mit all seine Facetten ist
  • Dass mehr hinter all dem Geschehen steckt, als was wir logisch und handfest beweisen können
  • Dass meine Neugierde, meine Entdeckerfreudigkeit, mein Abenteurer all die sichtbaren und unsichtbaren Dinge entdecken darf
  • Dass ich in der Stille, im Kontakt mit meinem Herzen und meinen Spirits Lösungen und Antworten finden kann
  • Dass Glaube ohne Vertrauen nicht funktioniert
  • Dass mein Einsatz die Größe des Geschenk des Lebens an mich ausmacht
  • Dass ich "trotz allem" Wissen und Weisheit immer Mensch bin, mit Fehlern und Schwächen und mich trotzdem lieben kann
  • Dass die Zeit mich drängt, meinen Leben einen Sinn zu geben, zu lachen, zu weinen, zu arbeiten, zu ruhen, - lebendig zu sein!

Karolin Rupp

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

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Liebe Sonia,  

Du weißt, ich tu mir mit tiefgehenden Worten ein bissl schwer, nur ja nicht zu viel Gefühl zeigen -:)). Doch heute möcht ich Dir ganz persönlich danken.
In den drei Jahren Lerngruppe und ein paar Seminaren jetzt im vierten Jahr finde ich immer mehr Zugang zu meinem Innersten, zu dem göttlichen Teil in mir - oder wie immer wir das nennen wollen. Ich fühle mich tief verbunden und oft von einer unendlichen Kraft erfüllt, die mir von "oben" oder den "Spirtis" geschickt wird, gewinne zunehmend an Klarheit und Vertrauen.
Ich hatte sehr viel aufzuarbeiten und Du hast mich mit all deiner Liebe und Hingabe begleitet, hast oft viel mehr gegeben, als es für eine Lehrerin nötig wäre, warst wie eine Herzensfreundin einfach da. Auch über deine Seminare hinaus bist du interessiert, dass wir einen bewussten Weg einschlagen, machst uns auf Fallen aufmerksam ..

Liebe Sonia, ich bin so dankbar, dass ich dich kennen darf - und ich hab dich von Herzen lieb gewonnen. Ich wünsche dir, dass all das, was du an Liebe und Zuwendung verströmst, in der selben Intensität zu Dir zurückkehrt.

Mögest du immer beschützt und von Glück und Liebe umgeben sein.
danke

Annemarie




Foto: Hans-Georg
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Und die Geister machen sich bemerkbar...

Ich bin schon ein gutes Stück gegangen auf meinem Weg der Auseinandersetzung mit spirituellem Wissen, da haben mich die Geister höchst erstaunlich zu Sonia Emilia in ihre Waldviertler Lerngruppe geführt. Eine große Tür hat sich damit für mich aufgetan. Eine Truhe voller kleiner und großer Schätze, ein wichtiges Stück weit Selbstheilung. Nach meinem anfänglich immer wieder auftauchenden Zweifeln, nach Ängsten und Widerstand, habe ich mich nun ganz tief auf diesen Kreis der Kraft eingeschwungen. Es ist mehr aber eine Spirale, vergleichbar vielleicht mit dem Flug des Adlers, der sich Stück für Stück hochschraubt um dem Großen Geist näher zu sein, dabei liebevoll auf den Ursprung, die Heimat Mutter Erde zu blicken, mit Distanz und Ehrfurcht.

Das Arbeiten in der Lerngruppe ist ein intensives Begegnen seiner eigenen Grenzen, achtsam darüber hinaus zu gehen und damit immer weiter und stärker zu werden. Es ist auch ein Berühren der Natur, der Erdmutter und der Wesen die sie bewohnen, sichtbar oder unsichtbar und zudem ist es ein Erspüren der Qualitäten der Elemente und der Himmelsrichtungen. Ob die Arbeit mit dem Bergkristall, die Trommelreisen, Elementerituale, das viele Durchwandern und Erleben der Natur, die Gesprächskreise, die Erfahrungsebenen sind sehr vielfältig, heilen und lehren über den Geist dahinter. Das Lernen und die inneren, aber auch äußeren Konflikte sind nicht unbedingt immer einfach und fordern heraus, aber die Überwindung der Unzulänglichkeiten wird sehr belohnt.

Was besonders schön für mich ist, ist es gemeinsam mit den anderen zu wachsen, tiefer und tiefer in die Seelen der Menschen, mit denen ich diesen Weg teile, blicken zu dürfen. Die Vielfalt und Andersartigkeit, der ich hier begegne und wie wir uns einander mehr und mehr aufmachen und auch nähren, lehrt mich nicht minder das Beurteilen sein zu lassen, jeden Einzelnen mit seiner Geschichte, seinem Wesen, seiner Schönheit und seinen Schwächen lieben und achten zu lernen und damit ein großes Herz zu entwickeln, in dem alles Platz hat, Licht wie Dunkel.
Sonia Emilia begleitet und führt uns auf diesem Weg mit Sanftheit, Kraft und Liebe, aber auch mal mit Strenge und hilft uns achtsam dabei, den Zugang zur Welt der Geister ein Stück weit mehr zu öffnen. Vor allem aber haben Sonia Emilia und die Spirits viel Heilung in mein Leben gebracht und ich sehe den Wandel, den diese gemeinsame Zeit bereits in meinem Leben bewirkt. Wie heißt es so schön: "An ihren Früchten wirst du sie erkennen können." Die Früchte, die in meinem inneren Garten seit der Begegnung mit Sonia Emilia und den "Schülern" in der Lerngruppe gereift sind, sind reich und süß. Und die Geister machen sich bemerkbar!
Es ist ein Staunen und Freuen und macht mich bereit für das was Jetzt ist und Morgen sein wird.

Sabine Bacher | Weitersfeld





Foto: Sabine Bacher

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